31.Minensuchflottille
Aufstellung am 7. September 1940 mit deutschen Fischkuttern. Minenräumeinsatz vor der Küste Hollands, wobei die Fahrzeugen gleichzeitig als Hafenschutzboote dienten: DH=Den Helder, HA=Harlingen (Die Kennungen sind im Gröner, Band 8, nicht korrekt ausgewiesen). Ab 23. März 1941 verlegten 9 Boote zur Abgabe an den Sperrkommandanten Ost nach Kiel. -
Ab Mai 1941 Aufstellung einer neuen Gruppe 1 mit den Fischkuttern M 3131 bis 3138 im Gebiet der östlichen Ostsee (Memel, Pillau), während die Gruppe 2 weiterhin Minen vor der Küste Hollands räumte. Im Mai 1942 verlegte auch die Gruppe 2 nach der Ostsee in den Finnenbusen. Einsatz von Reval aus zur Narvabucht-Bewachung. Ende 1942 erwiesen sich die zivilen Fischkutter als so verbraucht, dass die durch neu gebaute Kriegsfischkutter ersetzt werden mussten. Zur Flottille gehörten in dieser Zeit auch Klein-Minenleger (KM-Boote) die jedoch im April 1943 als Barkassengruppe an das Minenräumschiff MRS 12 abgetreten wurden.
Zum 1. Juli 1942 brachte die Flottille eine C-Gruppe (Oblt.z.S. Reymann) mit 4 KM-Booten auf den Ladogasee, allerdings nicht für Räumaufgaben, sondern zur Bekämpfung russischer Seestreitkräfte und zur Minenverseuchung. Eine einzige Minenunternehmung (am 26.9.42) war von Erfolg gekrönt, alle anderen Versuche mussten abgebrochen werde. Im übrigen waren die Boote meistens defekt und in Reparatur. Ende Oktober 1942 wurde die C-Gruppe aufgelöst und die Boote nach Deutschland zurück geschickt.
Nach der Kapitulation Finnlands im September 1944 und mit Zurücknahme der Ostfront Sicherung von Geleiten zur Versorgung der Heeresgruppe Kurland nach Libau und Windau. Gegen den deutschen Schiffsverkehr von und nach Kurland operieren sowjetische U-Boote und Torpedokutter. Für die Geleitsicherung im freien Seeraum sind M-Boote der 1., 3., 25. M-Flottille, vor der lettischen Küste die 31. M-Flottille zur U-Jagd, die 14. Sich.-Flott. als Minengeleit, die 1. Räumboot- und die 7. AT-Flottille. zur Abwehr der in Polangen stationierten sowjet. Torpedokutter eingesetzt. -
Im Lauf des Jahres 1945 verlegte die 31. M-Flottille immer weiter zurück. Am 6. Februar trifft sie mit 21 Fischkuttern und mit 1257 Flüchtlingen und Verwundeten in Gotenhafen ein [H], das am 28. März von der Roten Armee eingenommen wurde. Bei der Kapitulation am 8. Mai befand sich die Flottille in der westlichen Ostsee. Sie wurde im Juli 1945 in die 1. Minenräumdivision (Kiel) der GM/SA zum Räumen von Grundminen in der westlichen Ostsee übernommen.