Siebelfähre LF 8

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Kennung : LF 8
3. Kennung : LF 8
Zivil- und Nachkriegsnamen : ZITTERAAL"
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PILF 40 Ford
Stapellauf : 00.00.1940
Indienstgestellt : 16.04.1941
Bewaffnung : Bei Verlust im November 1942 Halbfähre [2]


Siebelfähre : Typ PILF 40 Ford
Verdrängung konstruktiv (t) : 130
Länge (m) : 21,75
Breite (m) : 14,20
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 2,30
Antriebsanlage Anzahl : 2x 2
Antriebsanlage Typ : 4 Ford V8 Benzin-Motoren (78 e) ; 4 Wasserschrauben 0,60m Durchmesser.
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 312 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 5,9
Geschwindigkeit beladen (kn) : 4,2
Treibstoffvorrat (t) : keine Angaben
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 10 Mann
Ladefähigkeit : Tragfähigkeit 50-60 Tonnen oder 120 Mann.
Ladefähigkeit durch zentrale Deckshausanordnung eingeschränkt. Spätestens 1942 wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und
der Steuerstand oben darauf gesetzt. Dadurch wurde die Ladekapazität vergrößert.
Panzerung : keine Panzerung
Ausrüstung : 1 Maschinengewehr
Technische Bemerkungen : - 2 Brückenschiffe des schweren Schiffbaugerätes (s.S.). Der Ponton war ein Stahlgitterrost mit Holzbohlenbelag.
- Einstöckiges Zentraldeckshaus mit vorgesetztem Steuerstand (wie beim Typ BMW). Später wurde das Deckshaus nach achtern versetzt und der Steuerstand darauf gesetzt.
- 2 einteilige Ford-Endschiffe (3,00m lang). Die Serie PiLF 243 bis 246 erhielt einen französischen 40 PS-Außenbordmotor. Damit wurde die Geschwindigkeit auf das Niveau der BMW-Fähren (beladen 5,9 kn) gesteigert.
Für Unternehmen "Seelöwe" wurden 27 Einheiten gebaut, von denen Anfang 1941 nach Abbau der Flugmotoren 12 Einheiten als Transport-Fähren beim schweren Fährenkommando Afrika (sp.: 5./Bau-Btl.85) und der Rest als Ausbildungsfähren des Pi. Lehr-Btl. Lindau und des Hochsee-Lehrkommandos Terneuzen eingesetzt wurden (z.B. PiLF 71). Von der Serie 2 mit zurückgesetztem Deckshaus wurden 4 Einheiten ausgeliefert.
- 00.04.1941 5./Bau-Btl. 85
- 15./16.11.1942 + w. Bengasi / Sturm
- 00.04.1941 Beim s.F.-Kdo Afrika im Einsatz.[G]
- 15.11.1942 Halb-PiLF ZITTERAAL in der Nacht zum 16.11.1942 unterwegs zwischen Bengasi und Ral el Aali im Seegang aus Schlepp eines MFP abgerissen und gesunken.[1]
- 15.11.1942 PiLF 8 ZITTERAAL, 5./Bau-Btl. 85, zwischen Bengasi und Ras el Aali im Sturm gesunken.[1]
- 16.11.1942 Halbfähren ZITTERAAL und HAFENSCHRECK [LF 2] im Schlepp von MFPs mit sF STÖR [sF 116] am 16.11. im Sturm vor Ras el Aali gestrandet und später nach vergeblichen Bergungsversuchen selbstzerstört.[2]

Verlust am: 15.11.1942
Verlustort: zwischen Bengasi und Ras el Aali [1]
Verlustart: Havarie im Sturm [1]
Erich Gröner, "Die deutschen Kriegsschiffe 1915 - 1945; Bd 7
[1] Archiv Theodor Dorgeist, Verlustliste Achse
[2] Kugler: Chronik der Landungspioniere (Bau-Btl. 85), S.21
Eingefügt am: 10.09.2011
Eingefügt von: Martin Goretzki
Letzte Änderung: 02.07.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 10.09.2011 M. Goretzki: Datensatz gem. Gröner angelegt
- 06.08.2014 M. Goretzki: Chronik & Verlustdaten gem. [1] ergänzt
- 21.06.2015 M. Goretzki: Chronik gem. [2] eingefügt
- 28.09.2019 T. Weis: Kennung_1 gemäß [G] in LF geändert