Siebelfähre PiLF 317 (ii) (takt.Nr.)

  PiLF(ii) 316
PiLF(ii) 318  


Kennung : PiLF 317 (ii)
2. Kennung : takt.Nr.
3. Kennung : SF 6062
Schiffstyp : Pionierlandungsfähre
Untertyp : PiLF 44
Indienstgestellt : 00.10.1944


Siebelfähre : Typ PiLF 44
Verdrängung konstruktiv (t) : 140
Länge (m) : 18,75 + E
Breite (m) : 14,06
Tiefgang leer (m) : 0,90
Tiefgang beladen (m) : 1,20
Seitenhöhe (m) : 6,75
Antriebsanlage Anzahl : 2x 2
Antriebsanlage Typ : 4 Diesel-Motoren (120 e) ; 4 Wasserschrauben 0,85m bzw. 0,82m Durchmesser
Maschinenleistung Gesamt (ps) : 480 e
Geschwindigkeit leer (kn) : 10,5
Treibstoffvorrat (t) : 2,8
Fahrbereich 1 (sm/kn) : 440sm / 6kn
Offiziere/Unteroffiziere, Mannschaften : 12-29 Mann
Ladefähigkeit : Tragfähigkeit 65-100 Tonnen oder 250 Mann.
Ladefähigkeit durch achteres Brückendeckshaus mit Durchgang optimiert.
Ausrüstung : 1x 7,6cm Pak ; 1x 3,7cm ; 4x 2 cm Flak
Technische Bemerkungen : 2 Brückenschiffe des schweren Schiffbaugerätes mit je 7 Mittelpontons. Die Pontons verband ein verstärkter Stahlgitterrost mit Holzbohlenbelag. -- Achtern zweistöckiges Brückendeckshaus aus Stahl mit flankierenden Flakständen. -- Wahlweise 2x 2-tlge Deutz-Endschiffe (Schrauben 0,85m Durchmesser) bzw. Büssing-Endschiffe (Schrauben 0,82m Durchmesser). Einige Fähren des Typs 44 (zum Beispiel SF 151) bekamen ein zweiteiliges spitzes Krupp-Sondervorschiff.
- 27.10.1944 16 Fähren in Schwarzort eingetroffen, von wo sie am 29.10. nach Memel weiterlaufen Übersetzen von Panzern über das Memeler Seetief.[1]
- 24.11.1944 Rückzug von Sworbe nach Windau mit 36 Soldaten an Bord [128/33/43]
- 02.11.1944 M 204 übernimmt Geleit für die Pi-Fähren 316, 317, 318 und 319 von Windau nach Zerel. Zusätzliche Sicherung durch R 91 und R 181 [2].
- Nach Kriegsende zum Kleinfahrzeugverband der GM/SA, Kompanie Oblt. Buchholz in Kiel.[3]
- 29.09.1950 Einsatz bei US Navy Rhine River Patrol mit einer Kennung aus SF 6058-6062.[2] - Es handelte sich um die Fähren 317 und 319 (ex Ldgs.Pi.Btl. 128) sowie 813. 814 und 815 (ex Ldgs.Pi.Btl. 772) [4].
[1] Kugler: Chronik der Landungspioniere (Ldgs.Pi.Btl. 128)
[2] KTB 1. Minensuchflottille, Anlage M 204, 02.11.1944
[3] Archiv Theodor Dorgeist [GM/SA]
[4] Kugler, Landungswesen in Deutschland, S.605
Eingefügt am: 19.06.2015
Eingefügt von: Martin Goretzki
Letzte Änderung: 03.06.2026
Geändert von: TW
Änderung: - 08.12.2024 T. Weis: PiLF 317 und PiLF 317 (ii) getrennt.
- 10.12.2024 T. Weis: Chronik gem. [4] ergänzt.