AGHIA TRIAS



Name : AGHIA TRIAS
Griechischer Name : ΑΓΙΑ ΤΡΙΑΣ
Schiffstyp : Karavoskaro
Internat. Rufzeichen : SXAS
Hafenamt : Piräus 258
Spätere Namen : 1942 GA 43
1943 UJ 2143
Erste Handelsflagge : Griechenland
Besitzer : 1939 Gianniotis Bros und Ioannis Chr. Karfakis, Kalamos, Insel Ithaka, Griechenland
1941 Deutsches Reich
1945 Gianniotis Bros und Ioannis Chr. Karfakis, Kalamos, Insel Ithaka, Griechenland
Bauwerft : Perama bei Piräus, Griechenland
Baujahr : 1939


Größe (BRT) : 149,77
Größe (NRT) : 97,77
Länge (m) : 29,55
Breite (m) : 7,70
Tiefgang (m) : 3,05
Maschine : Ölmaschine „Alpha“
Leistung : 100 HP
Propeller : 1
Geschwindigkeit (kn) : 8
1939 in Perama (Piräus), Griechenland, aus Pinienholz als zweimastiger hölzerner Motorsegler des griechischen Schiffstyps „Karavoskaro“ für die Geschwister Gianniotis und Ioannis Chr. Korfakis, Kalamos (Insel Ithaka), fertig gestellt. Besitzanteile: Dimitrios Sp. Gianniotis (17%), Christos Sp. Gianniotis (17%), Panagiotis Sp. Gianniotis (16%), Ioannis Chr. Karfakis (50%). Das Schiff wurde mit dem Namen AGHIA TRIAS (= Heilige Dreifaltigkeit) und der Nummer 258 in das Hafenregister Piräus registriert. [A]
11.05.1941 von der deutschen Besatzungsarmee in Piräus beschlagnahmt und für den deutschen Nachschub- und Frachtverkehr eingesetzt. Später als GA 43 vorgesehen kam jedoch nicht im Einsatz für die Küstenschutzflottille Attika da durch die Gründung der 21. U-Jägerflottille als U-Jäger umgebaut und mit 1x 88 mm (getarnt auf Mitteldeck), 1 x 37 mm, 4 x 22 mm RAg und 2 x Wasserbombenwerfer bewaffnet.* [B][C][E][K]
03.11.1942 als GA 43 vom dem Chef der Küstenschutzflottille Attika besichtigt. [J]
16.04.1943 unter dem Kommando von Oblt.z.S. Schunack als GA 43 zusammen mit den GA 41 (ex TASIA CHRISTEA Piräus 259), GA 42 (FILIA P. Piräus 270), GA 44 (ELENI Samos 22) und GA 45 (ELLENIS)** der 21. U-Jägerflottille zugeteilt. Das Schiff wurde sofort als U-Jäger eingesetzt. [E]
09.06.1943 in Marsch mit GA 41 (ex TASIA CHRISTEA Piräus 259) an der Ostküste Euböas. Sechs Seemeilen nördlich von Kap Doro von dem britischen U-Boot HMS TAURUS (Komm. Lt.Cdr. Mervyn Robert George Wingfield, DSO, RN) mit Artillerie angegriffen. Nach Enttarnung und Feuererlaubnis erwiderten beide Boote das Feuer.*** [E][D][F][H]
17.6 .-31.07.1943 außer Kriegsbereitschaft in Piräus. [E]
17.08.1943 außer Kriegsbereitschaft zum Einbau einer neuen Hauptmaschine in Skaramangas bei Piräus. [E]
01.12.1943 in UJ 2143 umbenannt. [E]
11.01.1944 während eines alliierten Flugangriffs von etwa 80 Flying-Fortress und 20 Lightnings durch Volltreffer im Hafen von Piräus gesunken.**** [F][C][E][I]
Nach dem Krieg wurde das Schiff von den Eigentümern gehoben, repariert und wieder unter demselben Namen als Frachter eingesetzt. [A][G]

*) Die Aussage Gröners (s. [B]), dass die AGHIA TRIAS am 08.12.1942 als GA 43 in Dienst gestellt wurde, betrifft fälschlicherweise die GA 42 (ex FILIA P. Piräus 270) die an dem Tag in Probefahrt war (vergleiche [D] und [E]).

**) Ein Teil der Schiffsnamensangaben stammt aus Erich Gröner (s. [B])

***) „0600 hours - Two caiques were sighted Northbound under power from the Doro Channel. Position 6 nautical miles North of Cape Doro. Started attack.
0618 hours - Surfaced and opened fire on the leading caique. Lt.Cdr. Wingfield had underestimated the range, thinking that the caiques were much smaller then they turned out to be. Both caiques soon opened fire. Their fire was very accurate and unpleasantly close. It was either 3" or 12pdr gunfire as well as machine gun fire.
Taurus scored a hit on the leading caique but her Oerlikon was out of action early in the engagement. After seven rounds of 4" Taurus dived at 0622 hours.“ [H]

****) Die Aussage Gröners (s. [B]), dass die AGHIA TRIAS am 01.04.1944 versenkt wurde ist fehlerhaft.

Verlustdatum : 11.05.1941
Verlustort : Piräus, Griechenland
Verlustart : Beschlagnahmung
Verlustursache : Beschlagnahmung
Gegner-Name : Deutsches Reich
01. [A] Hafenamt Piräus
02. [B] Gröner, Erich (Fortgeführt von Dieter Jung und Martin Maass): Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 8/2, Bernard & Graefe Verlag
03. [C] MEENEN-Liste (Historisches Institut der Griechischen Kriegsmarine)
04. [D] ASA – Alliierte U-Boot-Angriffe in Europa
05. [E] KTB der 21. U-Jägerflottille und KTB Abschnitt Maschine
06. [F] KTB Admiral Ägäis
08. [G] Melissinos, Ioannis: Die Marine im Zweiten Weltkrieg – Der gesamte Beitrag der griechischen Handelsmarine (Motorsegler und Dampfer) 1940-1945, Band I und II, Universität Ioannina 1995 (gr.)
09. [H] Uboat.net
10. [I] OKM-Verlustliste (Bundesarchiv – Militärarchiv)
11. [J] KTB der Küstenschutzflottille Attika
12. [K] Schiffstagebuch der AGHIA TRIAS Piräus 258 (Archiv Eleni Karfaki)
Eingefügt am : 25.07.2016
Eingefügt von : Dimitris Galon
Letzte Änderung : 04.08.2017
Geändert von : Schreibfehler-Korrekturen