Meine Erinnerungen an den Einsatz der Seenotgruppe 81 in der Ostsee 1944/45

Ein Erlebnisbericht von G. Voigt

Vorbemerkung

Der Autor ist der ehm. Uffz. G. Voigt von FLB 5503.
Herr Voigt hat seine Erinnerungen notiert und uns die Erlaubnis gegeben, diese hier wiederzugeben.


Gründung

Als die neue Luftwaffe entstand bzw. ausgebaut wurde, galt es Überlegungen zum Weiterausbau des Seenotdienstes zu verwirklichen. Die Katapultschiffe „Westfalen“, „Ostmark“, Schwabenland“ und „Friesenland“ konnten diese Aufgabe nicht lösen.
Am 12.04.39 kam es zur Aufstellung des Seenotflug-Kommandos 1 in Zwischenahn. Der Initiator des Seenotflugdienstes war Karl Born und der Aufbau wurde zur Lebensaufgabe des späteren Hauptmannes, der auch der Kommandeur der Seenotgruppe 81 wurde. Der damalige Oberstleutnant Konrad Golz unterstützte als Inspekteur des Seenotdienstes diese Einrichtung.
So wurden in der Nord und Ostsee in allen Häfen längs der Küste von der DGzRS Lotsendampfer, Zollkreuzer und Schleppdampfer der verschiedenen Firmen erfasst und angewiesen, auf Aufforderung der Seenotzentrale des betreffenden Bezirkes sofort auszulaufen, um entsprechende Hilfe zu leisten!
Aufgabe des Seenotdienstes war, alle Menschen, ob Soldat oder Zivilist, gleich welcher Nation vor dem Ertrinkungstod auf See zu retten und unter ihnen die Verwundeten zu versorgen. Wenn also eine Meldung über ein notgelandetes Flugzeug eintraf, so brauchte nur von dem der Unfallstelle am nächsten gelegenen Hafen eines der erfassten Fahrzeuge angefordert werden. Außer diesen erfassten Hilfsschiffen und Booten verfügten die Seefliegerhorste über Flugbetriebsboote und auch hochseefähige größere Fahrzeuge die eigens für diesen Zweck gebaut waren.
Eine vorläufige „Seenotdienstordnung“ führte aus, dass die fliegenden Verbände an der Küste mit eigenen Mitteln einschließlich der Flugsicherungsschiffe und Boote der A und B-Klassen eine Rettung auf See vorzunehmen hatten. Eine weitere vorläufige „Seenotdienstordnung“ teilte die Nordsee in Zwei und die Ostsee in drei Seenotbezirke ein. Nordsee: Norderney und List a. Sylt – Ostsee: Kiel-Holtenau, Bug a. Rügen, Nest b. Großmöllen und Pillau. Im weitern Verlaufe des Krieges erhielt jede Luftflotte, deren Flugzeuge über See eingesetzt waren einen Seenotdienstführer (SNDF). Als 1940 die gesamte Nord- und Westfranzösische Küste besetzt wurde, hatte der Wirkungsbereich des Seenotdienstes seine größte Ausdehnung von ca. 18000 Km erreicht, was wiederum zu einer Strukturänderung führte.
Die offiziellen Bezeichnungen änderten sich, z.B. Seenotzentrale, Seenotbereichskommando und Seenotbezirksstelle, ab 01.06.42 in Seenotkommando! Die vorstehende Einteilung hielt sich etwa zwei Jahre. Im September 1944 wurde vom Oberkommando der Luftwaffe eine Vereinfachung der Führung des Seenotdienstes befohlen. Die Seenotstaffeln und Seenotflottillen wurden zusammengelegt zu „Seenotgruppen“.

Die He-59 wurde auf Grund Ihrer guten Flugeigenschaften als Seenotrettungsflugzeug und als Transportflugzeug eingesetzt. Nach Ausdehnung der zu versorgenden Küsten musste der Bootsbestand der Heimatdienststellen erheblich verringert werden. Aber der Bedarf an Seenotrettungsfahrzeugen wuchs ständig und so wurden die gebildeten Seenotgruppen mit Flugsicherungsbooten und –Schiffen verstärkt. FLB-Boote wurden in größeren Serien von der Werft Gebr. Kröger in Warnemünde und Stralsund, in Kröger-Lizenz auch von der Rolandwerft in Bremen und der Werft de Vries-Lensch in Amsterdam gebaut. Die Boote haben sich als wetterfeste mit guten Seeeigenschaften beim Seenotrettungsdienst an allen Fronten bestens bewährt.
In der zweiten Jahreshälfte 1944, als der Roten Armee der Durchbruch bis an die Ostseeküste bei Reval und Riga gelang, die Baltischen Staaten nach und nach aufgegeben wurden, änderte sich die Lage schlagartig. An allen Fronten mussten unsere Armeen der großen Übermacht der Gegner weichen. So standen z.B. der Heeresgruppe Mitte mit ihren 35 angeschlagenen Divisionen weit über 100 ausgeruhte sowjetische Divisionen gegenüber.
Im Raum der Heeresgruppe Mitte lebten aber über 2 Millionen deutsche Kinder, Frauen und Männer, denn Gauleiter Erich Koch hatte geschworen, „Ostpreußen bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen!“ Kein Zivilist durfte ohne Genehmigung der Partei Ostpreußen verlassen. Auf Grund dieser Lage hatte Großadmiral Karl Dönitz befohlen, „jedes weitere Blutvergießen zu vermeiden“. Er befahl allen noch fahrbereiten Kriegs- und Handelsschiffen unter Reichsdienstflagge in der Ostsee die Kurlandhäfen anzulaufen, um auch noch die letzten Soldaten, Verwundete und Flüchtlinge vor dem Zugriff der Russen zu retten. Für die Seenotgruppe 81 hieß das: Flugsicherungsfahrzeuge an diese Front.

Seenotgruppe 81

Die Seenotflottille 60, welche unter der Leitung von Hptm. Schirmack stand und zur Seenotgruppe 81 gehörte, hatte im englischen Kanal und der Nordsee fast keine Aufgaben mehr zu erfüllen. So wurde ihr als neues Tätigkeitsgebiet die Ostsee mit den Stützpunkten Pillau, Libau und Memel bereits im September 1944 zugewiesen, denn zum Flugsicherungsdienst stellten sich auch andere Aufgaben dazu. Der Kampf um Memel zeichnete sich ab. Truppen wurden per Schiff nach Danzig zurückgeführt, die Bevölkerung floh zur Küste, staute sich aber in den Häfen. Jetzt konnte Hptm. Schirmack mit seiner 60. Flottille selbstständig handeln.
Im September 1944 erfolgte die Aufstellung der Seenotgruppe 81/Ostsee im Verband des deutschen Seenotdienstes der Luftwaffe (See). Am 20. Oktober 1944 wurde der Flugkapitän Hptm. Karl Born als deren Gruppenkommandeur ernannt. Die Einsatzführungszentrale und auch der Hauptstützpunkt befanden sich auf dem Seefliegerhorst Bug a. Rügen. Dem Gruppenkommandeur unterstanden:

Auch die Flugsicherungsschiffe „Greif“, „Boelke“, „Hans Albrecht Wedel“ und „Günther Plüschow“ gehörten zur Seenotgruppe 81. Die Rettungsboote der DGzRS, welche in den größeren deutschen Häfen stationiert waren, konnten auf Anforderung eingesetzt werden.
Unsere FLB-Boote der 81. Flottille und die Flugsicherungsschiffe waren ebenfalls in den verschiedenen Seefliegerhorsten an der Ostseeküste verteilt im Einsatz. So war z.B. das FLB-Boot 5503 auf dem Seefliegerhorst Bug a. Rügen stationiert. Dieses Boot wurde erst Ende September 1944 in der Stralsunder Krögerwerft fertig gestellt und gehörte zum verbesserten Bootstyp der 5000er-Klasse mit stärkeren Motoren, Gummibadewanne mit Warmwassermöglichkeiten aus dem Maschinenraum zur Wiederbelebung unterkühlter Geretteter und weitere Ausrüstung.

FLB 5503 auf Probefahrt in der Ostsee
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Ein Teil der Besatzung, zu der auch ich als Maschinist gehörte, wurde schon zwecks Baubelehrung vor der Indienststellung an Bord kommandiert. Es erfolgte eine gründliche Baubelehrung und danach wurde die Besatzung auf 13 Mann komplettiert. Nach mehreren Probe- und Meilenfahrten sowie einer längeren Abnahmefahrt nach Kopenhagen und ins Kattegatt um die Insel Anholt wurde das Boot vom damaligen Werftkapitän, Dip.Ing. und Kapitän, Hpt. Ing. der Luftwaffe Lange an die 81 Seenotflottille übergeben und in Dienst gestellt.
Zwecks Waffenausrüstung und notwendigen Schießübungen mit den neuen Waffen sowie nach Verpflegungsübernahme erfolgten Besatzungsausbildungen auf den Fahrten nach Kiel, zum Kommando der Schiffe und Boote der Luftwaffe (See), nach Travemünde zur E – Stelle der Luftwaffe See, nach Warnemünde und Swinemünde, wo auch die Kommandostelle der 81. Seenotflottille stationiert war. Nach weiteren Einweisungen und Belehrungen beim Seenotflottillenchef Obltn. von Aswegen waren wir einige Wochen im Greifswalder Bodden und übten hier mit FLB-Booten der 2. Seefahrtsschule der Luftwaffe Lobbe auf Rügen das Umsteigen auf andere FLB-Boote und Segelschulschiffe „Seute Deern“ und „Gorch Fock“, Anlegen längsseits anderer Boote und Schiffe, Übersteigen und Manöver fahren.
Unsere Besatzung wurde mit einem Sanitäts-Uffz. und 4 Flaksoldaten (1 Uffz., 2 OGefr. und 1 Gefr.) ergänzt und unser FLB 5503 wurde im Seefliegerhorst Bug a. Rügen stationiert. Wir lagen zeitweise je nach Flugdienst und Typ der Seeflugzeuge im Hafen von Bug, also auf der Boddenseite bzw. auf der Ostsee ca. 200-300 Meter vom Strand in der Nähe der großen Seekran–Anlage vor Anker um auf Einsatzorder zu warten.
Ende Dezember 1944 durften noch einige bootsangehörige Kameraden in den Urlaub fahren. Verheiratete konnten Ihre Ehefrauen, bei möglicher Unterbringung in Dranske, kommen lassen. So war auch meine Frau gekommen. Ich hatte ein Zimmer bei Fam. Fründt in Dranske. Herr Fründt war als Maschinist auf dem Bergungsprahm BP22 tätig. Meine Frau und ich verlebten ein ruhiges, besinnliches Weihnachtsfest 1944 – das 6. Kriegsweihnachten – tagsüber an Bord von FLB 5503.

Rettungseinsätze in Ostpreußen

In der Libben – Bucht als auch im Bodden bildete sich Eis. Am 3.1.1945 kam der Einsatzbefehl nach Pillau zur Rettungsaktion „Ostpreußen“ als Unterstützung der Seenotflottille 60. Wir mußten aber erst noch nach Warnemünde. Dort hatte die Besatzung, ohne Ausnahme, noch einen Panzer–Nahkampf–Lehrgang zu absolvieren, der 3 Tage dauerte. Es galt mit der Panzerfaust und Hafthohlsprengkörpern richtig umzugehen um in der Lage zu sein, Panzer zu knacken. Danach erfolgte nach kurzer Einweisung beim Stützpunkt der Seenotrettungsgruppe mit drei FLB-Booten die Fahrt zum Ostpreußen Einsatz nach Pillau.
Wir wurden in Pillau–Neutief von der Seenoteinsatzstelle der 60. Seenotflottille am 8.1.45 erwartet. Am 9.1.45 war Musterung durch Hptm. Schirmack und Einweisung in die bevorstehenden Rettungsaufgaben. Der erste Einsatz sollte mit zwei FLB-Booten nach Memel erfolgen. Wir konnten in Neutief noch bunkern und wurden anschließend mit Sanitätsmaterial, Flak-Munition für 1,5-cm und 2-cm-Geschütze voll beladen. Wir sollten drei Transporter und das Lazarettschiff „Glückauf“ begleiten. Auf dieser Fahrt sind wir einigen Truppentransportern, scheinbar von Windau und Libau kommend, begegnet, welche von M-Booten und drei FLB-Booten als Geleit und Flugabwehr begleitet wurden.
Unsere Besatzung war müde, denn die Überführungsfahrt von Bug a. Rügen steckte uns noch in den Knochen. Es war ja auch keine einfache Fahrt. Schon in der Oderbucht, auch weiter ostwärts, waren unübersehbare Eisflächen entstanden. Stellenweise hatten sich auch Eisbarrieren gebildet, die wir umfahren mussten. Dazu bildeten sich laufend Vereisungen an Deck, Geschützen und FT-Antennen, die ständig enteist werden mussten. Auch später waren da immer wieder Eisgürtel, je weiter wir nördlich kamen.


Der Autor auf FLB 5503
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Unser erster Einsatz für die Transportschiffe und das Lazarettschiff verlief ohne Feindeinwirkung. Die zwei Transporter und das Lazarettschiff „Glückauf“ fuhren weiter nordwärts, scheinbar nach Libau bzw. Windau. Wir zwei FLB-Boote wurden vom Geleitführer entlassen und legten einlaufend Memel, kurz hinter der Mole, an der Nordseite des Hafens an. Es war ein erschütterndes Bild für uns, denn viele Häuser waren zerschossen oder gesprengt. Es brannte an vielen Stellen. Besonders schlimm war es, die vielen Menschen mit viel Gepäck, Alte und Junge, viele Kinder weinend, anzusehen.
Soldaten und Zivilisten halfen beim Löschen der Ladung von Munition und Sanitätsausrüstung. Der Hafen von Memel war mit Flüchtlingen aus der weiteren Umgebung voll. Wir erfuhren, dass Tag und Nacht Schiffstransporte mit verwundeten Soldaten und Flüchtlingen nach Danzig transportiert wurden. Auch unser FLB-Boot 5503 wurde für die Transporte von der 9. Sicherungsdivision in vorheriger Festlegung mit der Seenotflottille 60 in Pillau eingesetzt. Im Hafen von Memel lagen verschiedene Transporthandelsschiffe. Diese wurden von Wehrmachtsangehörigen mit Kriegsmaterial und Geräten, auch Geschützen, beladen. Im Verlaufe der Nacht kamen noch Panzer und Militärwagen zur Verladung. Kolonnenweise wurden auch Flüchtlinge an Bord der Transportschiffe genommen.
Erst am nächsten Morgen konnten wir uns vom Durcheinander und den Menschenmengen auf den Straßen und Plätzen ein Bild machen. Viele Häuserreihen waren zerschossen und brannten. Der Kampf um Memel hatte scheinbar erneut begonnen. Am Fährverkehr zur Kurischen Nehrung warteten Hunderte von Menschen mit ihrer persönlichen Habe. In größeren Abständen schlugen Granaten ein, aus nördlicher Richtung war Geschützdonner zu hören.
Für unseren Einsatz in Memel war ein Marine-Oberbootsmaat zuständig, der mehrmals an Bord kam und Order für den Bootsführer brachte. Danach wurden ca. 120 Flüchtlinge und etwa 30 verwundete Infanteristen vom Sanitätspersonal an Bord gebracht. Zwei Transporter liefen seewärts aus, für die wir als Begleitschutz und Flugabwehr mit zwei M-Booten südwärts Richtung Brüster-Ort gefahren sind. Unterwegs wurde per FT-Meldung Danzig als Zielhafen befohlen. So dauerte eine Fahrt von Memel bis Danzig ca. 12 Stunden, je nach Feindangriffen auch länger.
Während der Fahrt auf See hatte unser Sanitäts-Uffz. alle Hände voll zu tun. Die Bootsbesatzung half überall, wo es nötig war. Ich hatte Sorgen unsere Dieseltanks gefüllt zu bekommen, denn Benzin, Diesel und Öl waren schon lange Mangelware geworden. Aber mit Unterstützung der Kameraden der KM vom jeweiligen Hafenamt und der Sicherungsdivision wurde Abhilfe geschaffen. Vor Neufahrwasser in der Danziger Bucht lag der Leichte Kreuzer „Nürnberg“. Hier konnten wir auslaufend unseren Bedarf an Dieselkraftstoff, Öl und Fett bunkern. Der stellvertretende LI an Bord war sehr hilfsbereit, scheinbar gab es an Bord des Kreuzers noch keinen Mangel.
In Danzig war ein Arsenal, in dem Munition, Granaten sowie Waffen verschiedener Kaliber gelagert und ausgeliefert wurden. Unser Boot verholte zur Übernahme von Munition für uns, aber auch für die Front jeweils 2-cm, 3,7-cm, 8,8-cm-Flak-Granaten und Granaten für Feldhaubitzen und Granatwerfer, Panzerfäuste und Hafthohlminen. Per LKW kamen Kisten und Kartons mit Sanitätsausrüstung, Krankentragen und medizinisch-technischer Ausrüstungen an Bord, ebenso Pakete und Verpflegungskisten. So hatten wir in Kürze eine Menge dringend benötigter Kriegs- und Ausrüstungsmaterialien an Bord bekommen.

Von der 9. Sicherungsdivision erhielten wir den Auslaufbefehl, dieselbe Fahrt nach Memel ein zweites Mal als Flugsicherungs- und Begleitboot für ca. drei- bis sechstausend Tonnen große Transporter mit weiteren drei FLB-Booten der 60. Flottille durchzuführen. Der Konvoi formierte sich vor Neufahrwasser in der Nähe des vor Anker liegenden Kreuzers „Nürnberg“. Der Konvoi sollte ca. 12 kn laufen. Wir bekamen Order, die drei Transporter mit Tarnanstrich vor Flugzeugangriffen zu schützen und hielten über FT laufend Verbindung mit den übrigen Sicherungs- und Begleitfahrzeugen. Ein Korvettenkapitän auf dem ersten Transporter war der Konvoi-Führer.
Auf der Höhe von Brüster-Ort, ca. 10 sm Abstand von der Küste, hatten wir mehrere Anflüge russischer Jagd- und Schlachtflieger im Tiefflug, die mit Bordkanonen und Bombenabwürfen versuchten, den Konvoi zu vernichten. Durch gut geführtes Sperrfeuer von zwei Transportern und den Begleitbooten konnten Bombentreffer vermieden werden. Einige Seemeilen vor Memel versuchten einzelne Jagdflugzeuge erneut anzugreifen. Wir kamen aber ohne Treffer in Memel an.
Unser FLB-Boot und ein weiteres der 60. Flottille wurden am Morgen nach Schmelz, einem Ort etwa 10 Km südlich von Memel, beordert um Verwundete und möglichst viele Flüchtlinge des Memellandes nach Pillau zu bringen. Auf dieser Fahrt sollte auch die Eisbildung auf dem Kurischen Haff beobachtet und ein Bericht an die Flottillenleitung nach Pillau gegeben werden. Das war ein Auftrag besonderer Art, denn wir mussten ja über die gesamte Länge des Kurischen Haffs ca. 50 Km von Schmelz, Perwelk-Windenburg, Nidden passierend nach Rinderort-Haffwinkel zur Deime-Mündung nach Labiau.
Dort war FLB 535 mit Bootskmdt. Engelhardt von der 60. Flottille stationiert und sollte mit Flüchtlingen beladen auch nach Pillau verlegen. Es ging die Deime aufwärts bis nach Labiau, dann die Pregel abwärts nach Königsberg zum Frischen Haff, den Königsberger Seekanal nach Pillau. Im Haff trieb stellenweise schon Grund- und Scholleneis, besonders bei der Windenburger Ecke und Karkeln, sowie vor der Gilge-Mündung. In Deime und Pegelstrom war leichtes Treibeis. Das Wetter war frostig, minus 5-7 Grad, und die Kälte nahm täglich zu. Unsere Boote waren Holzboote und hatten nur einen ca. 1m breiten Eisschutzgürtel in Höhe der Wasserlinie aus Kupferblech. Es waren viele Kleinfahrzeuge von den Wasserstraßenämtern Tilsit, Labiau, Tapiau und Wehlau unterwegs, so daß das Eis streckenweise zu Eisbrei zermahlen wurde und uns keinen Schaden zufügte.
So kamen wir mit ca. 160 Flüchtlingen und verwundeten Soldaten in Pillau an. Im Seekanal waren Mitläufer und Gegenkommer sowie auch T-Boote und andere Begleitfahrzeuge unterwegs. Vom Osten und der Südflanke des Pregels war ständig Artilleriefeuer zu hören. Jagd- und Schlachtflieger waren einzeln, sehr tief fliegend unterwegs. Darunter Me-109-Jäger von uns, aber auch russische Flieger. Direkte Angriffe auf uns erfolgten nicht. In Pillau wurden alle verwundeten Soldaten per Sankra abgeholt und die Flüchtlinge gegenüber Neutief, nahe der Ostpreussen-Seedienst-Pier, an Land gegeben. Die Hafenstadt Pillau war überfüllt von Flüchtlingen, Pferden und Wagen, leerstehenden Kinderwagen, Fahrrädern und vielen anderen Gepäckstücken, die nicht mehr auf die Weiterfahrt über See mitgenommen werden konnten.
Unsere Besatzung hatte danach mit Rein-Schiff und Aufklaren an Deck und in den Lasten zu tun. Im Maschinenraum gab es sehr viel Arbeit, denn die Dieselmotoren mit Büchi-Aufladung, Generator und Pumpen mussten täglich gewartet, Filter und Schlammtöpfe gereinigt werden. Dort wo ein Boot nicht mehr einsatzfähig war, musste die Besatzung geschlossen zur Luftwaffen-Infanterie-Division „Hermann Göring“ zum Fronteinsatz. Die Feldgendarmerie, meistens Waffen-SS-Angehörige mit lockerer Pistole und Kettenschild um den Hals patrouillierten und kontrollierten (will nicht sagen: schnüffelten), wo sie einen Landser nur ergreifen konnten.
Unser Bootskommandant, Fw. Megerle, gab den Fahrbericht an den Flottillenchef Hptm. Schirmack ab. Die russische Armee hatte Mitte Januar mit etwa 20-facher Übermacht Ostpreussen von zwei Seiten umfasst. Der Zusammenbruch der Ostfront begann. Die weiß-russische Armee hatte nach schwerer Artillerievorbereitung über unsere Heeresgruppe, welche die nördliche Flanke von den Masurischen Seen bis zum Kurischen Haff hielt, auf einer Breite von ca. 100 Km die Front aufgebrochen. Um Königsberg wurde hart gekämpft. Schwere Kämpfe gab es ebenfalls in der Weichselniederung. Der Russe versuchte Elbing einzunehmen und stieß zum Frischen nordwärts. Im Raum Braunsberg-Heiligenbeil gab es schwere Verluste für unsere Wehrmacht.
Unsere FLB-Boote wurden in laufenden Tag- und Nachteinsätzen von Neutief zur Ostseite des Frischen Haffs zur Rettung von Verwundeten, Soldaten und Flüchtlingen im direkten Pendelverkehr eingesetzt. Zwei Schlepper unterstützten, als die Eislage stärker wurde. Der Flüchtlingsstrom vom Samland und Königsberg nahm täglich zu. Die russischen Fliegerkräfte wurden in Tag- und Nachteinsätzen aktiv, bombardierten und schossen auf Flüchtlingstrecks und griffen im Hafen liegende Schiffe und Boote an. Auf unseren Rettungsfahrten von Neutief nach Balga und Rosenberg mussten auch wir Angriffe mit Spreng- Brand und Phosphorbomben überstehen. Unser Boot war bei fast jeder Fahrt überladen. Oft hingen in den Sorgleinen, auf den Scheuerleisten stehend, Frauen und Männer. Viele hatten zu wenig Kräfte, um sich festzuhalten und fielen in das eiskalte Wasser und fanden dort den Tod.
Der Ab- oder Weitertransport über See wurde ohne Unterbrechungen durchgeführt. Unsere Versorgung mit Treibstoff und Verpflegung wurde in Pillau vom dortigen Marinearsenal übernommen. Die Seenotflottille 81 hatte noch einige Boote zur 60. Flottille beordert. Unsere Einsätze wurden, da das Frische Haff wegen zunehmender Eisstärke nicht befahrbar war, von Pillau nach Danzig-Neufahrwasser, Gotenhafen und Hela durchgeführt. Hier begegneten wir oft den Flugsicherungsschiffen „Greif“, „Hans Albrecht Wedel“ und „Boelcke“.
Unsere FLB-Boote wurden immer wieder mit Flüchtlingen von Pillau voll gestopft. Wir nahmen maximal 200 an Bord und liefen mit großer Fahrt, ca. 21-25 kn, überwiegend nach Hela. Hier wurden die Flüchtlinge an große Transportschiffe, die vor Anker lagen, übergeben. Waren diese voll beladen, wurden wir wieder als Begleit- und Flugsicherung bis nach Kolberg oder Swinemünde eingesetzt. Einen Stillstand unserer Boote gab es nicht. Nur wenn beladen oder Flüchtlinge übernommen wurden, oder an Transporter bzw. NSV-Einrichtungen (National-sozialistische Volkswohlfahrt) weitergegeben wurden, war Ruhe möglich.


Karte Ostpreußen
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Übereinstimmend mit unserem Kmdt. Megerle und der Bootsbesatzung wurde eine Kammer freigehalten, damit abwechselnd wachfreie Kameraden die Möglichkeit hatten, sich auszuruhen. Sowjetische Fliegerangriffe nahmen ab Januar täglich zu. Im Tiefflug mit Bordkanonen und Bomben griffen sie die in den Häfen liegenden Schiffe und Begleitfahrzeuge an. Englische Bomber hatten in letzter Zeit erneut Minen in der Ostsee und in der Danziger Bucht abgeworfen. Allerdings wusste keiner genau wo, so hieß es mehr als sonst auf der Hut zu sein! Auch waren die russischen U-Boote weiter südlich und westlich in die Ostsee vorgestoßen und die deutschen Schiffsverluste nahmen zu.
Im militärischen Teil Pillaus, wo sich das große Marinearsenal befand, wurden mehrere B-Boote der Flottille provisorisch mit Minenräumgeräten und Ablaufschlitten und Kippen für Wasserbomben ausgerüstet, und ein Sperrwaffenmixer kam zusätzlich an Bord. Je nach Bedarf wurden unsere Boote zur U-Jagd eingesetzt. Und immer wieder Flüchtlingstransporte über Wochen im Pendelverkehr von Pillau nach Danzig-Neufahrwasser oder Hela. Für die längeren Seefahrten nach Stolpemünde, Kolberg und weiter wurden die Boote mit zusätzlichen Rettungsringen, kleinen Flugzeugschlauchboten und Strecktaue für das Vor- und Achterschiff aus oder nachgerüstet.
Durch Fliegerbeschuss hatten wir mehrere MG-Durchschüsse oberhalb der Wasserlinie erhalten, die wir umgehend mit Bordmitteln (Propps oder Kupferblech) abdichteten. Splitterschäden am Bootskörper und an den Relingstützen wurden ebenfalls umgehend ausgebessert. Täglich kamen auch Truppentransporter in Pillau an, die Kurland-Soldaten und Kriegsmaterial an Bord hatten. Soweit man erfahren konnte, wurden Soldaten und Militärfahrzeuge in den Raum Königsberg gebracht. In der Danziger Bucht war immer reger Schiffsverkehr, besonders nachts. Unser Boot fuhr immer mit doppeltem Ausguck und die Bordwaffen waren immer besetzt. Tagsüber gab es oft Tieffliegerangriffe. Viele Menschen, Schiffs- und Bootsbesatzungen, aber meistens Flüchtlinge, ertranken. Selbst bei solcher Katastrophe schossen die russischen Flieger auf schwimmende Menschen und zur Rettung herbeikommende Fahrzeuge. Auch wir waren darunter, erhielten Splitter und Durchschüsse von den Jagdfliegern. Bilanz: Verwundete und drei Tote.

Das Ende naht

Die Stadt Elbing war schon Ende Januar aufgegeben worden, der Kampf um Danzig war entbrannt und man versuchte die Stadt zu halten, aber der Russe drängte mit starken Kräften zur Ostseeküste. Unsere Rettungsfahrten wurden dadurch auch weiter, denn Stolpemünde und Rügenwalde waren durch russische Truppen eingenommen. Bei den Rettungseinsätzen hatte unser Boot noch einige Beschädigungen durch Bombensplitter und MG-Beschuss der russischen Jagd- und Schlachtflieger erhalten.
Wir wurden nach Pillau beordert. Dort durften wir mit Unterstützung der Flottillenleitung unser Boot in einer stark beschädigten Flugzeugwerft in Neutief reparieren. Die Halle lag sehr nahe an der Bootsanlegestelle. Am nächsten Tag waren wir wieder einsatzklar. Um Kolberg waren harte Abwehrkämpfe in Gange und wir hatten die Aufgabe, Soldaten und Flüchtlinge nach Swinemünde zu transportieren. Wir haben in Swinemünde an der Pier hinter der schwerbeschädigten „Cordillera“ festgemacht. Danach eine Fahrt mit 150 Soldaten und Flüchtlingen von Kolberg nach Stralsund. Hier haben wir von der Hafenbunkerstelle Dieselkraftstoff und Motorenöl gebunkert, sowie Proviant vom Marineproviantamt übernommen.
Die Flugsicherungsschiffe „Greif“, „Boelcke“ und „Hans Albrecht Wedel“ waren im Raum Königsberg, Pillau und Danzig ununterbrochen im Versorgungs- und Rettungsdienst eingesetzt. Die russische Armee war bemüht, Danzig einzunehmen und drängte mit starken Panzerverbänden zur Ostseeküste. In der Danziger Bucht gab es täglich Fliegerangriffe, einzeln oder in Kette zu dritt fliegend. Von der Seenotflottille 60 wurden zwei Boote in der ersten April-Hälfte südlich von der Hela-Spitze versenkt. Sie waren gerade dabei dem Flusi „Hans Albrecht Wedel“, welches einen Bombentreffer erhalten hatte, Hilfe zu leisten. Das Flugsicherungsschiff legte sich plötzlich zur Seite und sank sehr schnell. Wir waren etwa 3 sm vom Geschen entfernt, unterwegs zur Reede Hela. Ein Zerstörer der Kriegsmarine war in der Nähe und leistete sofort Hilfe. Immer wieder Luftangriffe von achtern aus der Sonne heraus. Mit weiteren Booten haben wir noch nach Überlebenden gesucht, obwohl die russischen Schlachtflieger in weiteren Wellen angriffen. Ich stand auf dem Niedergang zum Maschinenraum, um bei einem Treffer möglichst schnell über Bord springen zu können. Diese Tage waren wohl die härtesten Rettungseinsätze, die wir erlebten. Wenn das Mündungsfeuer der Bordkanonen auf uns näher kam schrien die Flüchtlinge vor Angst, wir dachten alle das letzte Stündlein hätte geschlagen.
Im Samland und im Königsberger Raum hatten wieder harte Angriffe der Russen begonnen. In Pillau häuften sich wieder mehr Flüchtlinge und verwundete Soldaten, um noch ein rettendes Fahrzeug nach Westen zu bekommen. Immer noch kamen, meistens nachts, Transportschiffe. Unser FLB 5503, zwei weitere FLB-Boote sowie ein Torpedo-Fangboot der KM wurden einzeln fahrend mit Munition, Verpflegung sowie verschiedenen Kisten und Paketen mit medizinischem Material beladen und nach Neukuhren und Warnicken nördlich der Samlandküste eingesetzt. Je nach Wetterlage fuhren wir mit erhöhter Geschwindigkeit. Alle Einsätze erfolgten mit der Zustimmung durch Bevollmächtigte der 9.Sicherungsdivision und Hptm. Schirmack. In Pillau erfolgten immer wieder Tiefflieger Angriffe und Artillerie Einschläge.


Der Autor
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Nachdem die Russen zum zweiten Mal fast das gesamte Samland erobert hatten, wurden unsere Rettungseinsätze nach Neukuhren und Warnicken eingestellt. Unser Funker, Obgefr. Heidenreich hatte oft Gelegenheit, über Funk und Radio einiges vom Kampfgeschehen im Reich zu erfahren. So berichtete er uns vom Unternehmen der Seenotflieger der Gruppe 81. Anfang März hatte die Staffel ein Husarenstück geleistet, indem sie mit Zwölf Do 24 von dem pommerschen Seefliegerhorst Nest ca. zweitausend Menschen in etwa zehn Flügen gerettet hatten. Eine Do 24 hatte allein 17 Erwachsene und 99 Kinder im Alter von 6-14 Jahren an Bord. Offiziell zugelassen waren max. 14 Passagiere!
Wir bekamen den befehl, mit drei B-Booten der 81. Flottille den auf See, ca. 5-8 sm vor Pillau wartenden Schiffen Rettungs- und Begleitschutz zu leisten. Die Transportschiffe liefen nur 10 – 12 kn, so war es möglich diese Fahrzeuge zu umrunden. Es gab nur einzelne Fliegerangriffe. Ein Jagdflugzeug wurde durch das Sperrfeuer getroffen. Es war aber zu weit von unserem Kurs ab, so dass wir uns nicht um die Besatzung kümmern konnten. Wir kamen unbeschädigt in Swinemünde an und sahen unweit der Hafeneinfahrt einige Wracks, die teilweise aus der See ragten. Darunter waren sowohl Handels- wie auch Kriegsschiffe. Das Lazarettschiff „Berlin“ war durch einen Minentreffer auf Grund gegangen und ragte wegen einer Wassertiefe von nur 12 Metern noch gut ein Deck mit seinen Aufbauten und Masten aus dem Wasser.
Unser Bootskommandant hatte immer einen guten Draht zu den Marinekameraden der 9. Sicherungsdivision unter Führung von Fregattenkapitän Blanc, der auf dem Begleitschiff „Rugard“ untergebracht war. Die „Rugard“ lag zuletzt im Kriegshafen Hela. So konnten wir zweimal Treibstoff von Marinefahrzeugen bekommen. Am 24. April meldete die Sicherungsdivision einen Nachteinsatz nach Pillau an, um Soldaten und Marineangehörige einer Festungskompanie heraus zu holen. Wir wurden erstmals gefragt, ob wir dieses Unternehmen machen könnten. Mit langsamer Fahrt sind wir, nach allen Seiten sichernd, in die Hafeneinfahrt gefahren. In Pillau brannte es an vielen Stellen. Mehrere Wracks lagen an den Kaianlagen. Trotzdem fanden wir eine Stelle, an der wir festmachen konnten. Rauchwolken verdeckten die Sicht, es knackte und knisterte an mehreren Stellen, als plötzlich drei Marinesoldaten an der Pier standen und uns baten, mit uns kommen zu dürfen. Es vergingen nur wenige Minuten, schon kamen aus den nahe stehenden Trümmern Soldaten, Flüchtlinge und Verwundete. Es war eine unheimliche Stille und wir verhielten uns alle ganz leise, um ja den Russen nicht aufzufallen. Vollbeladen und mit langsamer Fahrt haben wir in der Morgendämmerung des 25.4.45 wohl letztmalig die Mole und den Leuchtturm Pillau passiert. Alle an Bord genommenen Leute wurden an den Transporter „Bischoff“ übergeben.

Auf uns wartete noch ein Einsatz nach Schiewenhorst-Nickelswalde. Dort wartete wohl noch ein Rest Angehöriger des Generalstabes auf Rettung. Es handelte sich um mehrere hohe Offiziere, Generäle und Oberste. Am 30. April ging unsere Fahrt nach Swinemünde. Gegenüber der Burmeister-Werft wurden Soldaten und Verwundete übergeben. Alle Angehörigen vom Generalstab blieben an Bord, ebenso wie Nachrichtenhelfer und Krankenschwestern. Noch am selben Tag liefen wir nach Stralsund aus. In der Abenddämmerung gingen wir auf der Ostseite der Insel Ruden vor Anker. Völlig überrascht meldete der Ausguck Granateinschläge in der Nähe unseres Ankerplatzes. Wir wurden von der Ortschaft Freest aus ohne Erfolg beschossen. Am Morgen des 1. Mai gingen wir Anker auf und liefen in den Greifswalder Bodden ein. Noch im Bodden erreichte uns ein Funkspruch, der uns zum Seefliegerhorst Bug auf Rügen leitete. Im Libben-Fahrwasser lagen etwa 15-20 Schiffe, darunter das Lazarettschiff „Rügen“, die „Nadir“ sowie das Frachtschiff „Der Preuße“. Ohne Feindeinwirkung erreichten wir den am Wiecker Bodden liegenden Seefliegerhorst Bug auf Rügen.
Hier liefen die Vorbereitungen zur Evakuierung. Wir hatten Befehl, den Hafen Burgstaaken auf Fehmarn anzulaufen. Vom Flottillenchef erhielt ich die Genehmigung auf Hiddensee zu bleiben. Uffz. Buschendorf von Bug übernahm meine Funktion an Bord. Einige unklare B- Boote wurden versenkt. Nachts um zwei Uhr legten die restlichen Boote der Seenotflottille ab. Ich fuhr mit einem FLC-Boot als Lotse voraus und kam, nachdem die B-Boote Libben-Fahrwasser passierten, gut in Vitte auf Hiddensee an. So konnte ich gesund und fast heil, ich hatte bei einem Tieffliegerangriff einen MG-Schuss im rechten Oberschenkel und einen Granatsplitter im linken Unterarm erhalten, der aber Dank unseres Sani-Uffz. Weiss gut heilte, zu meiner Frau gelangen.


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