Name : SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK
Fischereikennung : HH 210
Schiffstyp : Fischtrawler
Bauwerft : H. C. Stülcken & Sohn, Hamburg
Baunummer : 673
Baujahr : 1931
Stapellauf : 06.06.1931
Besitzer : Julius Fock & Hans Pickenpack, Hamburg
Unterscheidungssignal : DHNN
Staffel : Loggereinsatz Nord
Erfassung für Weserübung : 25.04.1940
Abgangshafen : Wilhelmshaven
Ausgelaufen : 25.04.1940
Bestimmungshafen : Trondheim
Angekommen : 00.00.0000
Ende des Einsatzes : 26.04.1940
Rückgabe an Reederei : nein
Andere KM-Verwendung : ja
Schiffschronik : 1931,Jan. 00.: Bauauftrag erteilt.
Juli 18.: Probefahrt.
Okt. 26.: An Partenreederei (KR.) J. Fock & H. Pickenpack, Hamburg als JULIUS PICKENPACK (RJBQ). Vermeßen mit: 394.00 BRT / 151.00 NRT / 349.00 tdw. Antrieb: eine 4-zyl. Compound Dampfmaschine - A. Borsig GmbH., Berlin-Tegel. Heimathafen Hamburg. Fischereikennzeichen HH 210.
1934,Jan. 01.: Neue Unterscheidungssignal DHNN.
Jan. 20.: JULIUS PICKENPACK um ca. 19.00 Uhr, im Schneetreiben gestrandet auf Arnøy bei Singlen Feuer Nordnorwegen. Schwer beschädigt aufgegeben. Geborgen durch norwegische Bergungsschiffe ELLA und JASON nach Tromsö geschleppt, repariert.
1939,Sep. 05.: Erfaßt durch KMD-Hamburg. Fischdampfer F 1 für 4. Sondergruppe.
Sep. 06.: Umbaubeginn bei DESCHIMAG AG. "Weser" in Bremen.
Okt. 16.: Fertigstellung als Sonderfahrzeug und Probefahrten.
Okt. 27.: In Bremen um 8:00 Uhr als Vp 2623/JULIUS PICKENPACK - SCHIFF 47 in Dienst gestellt. Um 13:30 Uhr nach Brake ausgelaufen, dort um 16:30 Uhr angelegt.
Okt. 28.: Vp 2623/JULIUS PICKENPACK (SCHIFF 47) um 8:00 Uhr aus Brake ausgelaufen. Vor Wesermünde Funkbeschickung des Funkpeilers durch Nachrichtenerprobungskommando Kiel bestimmt. Im weiteren verlauf 8,8 cm Geschütz und MG C 30 angeschoßen. Dabei festgestellt, daß Pivot des MG's nicht fest genug steht. Am Nachmittag weitere Übungen auf der Weser. Um 16:30 Uhr SCHIFF 47 in Wesermünde eingelaufen.
Okt. 30.: Um 8:00 Uhr von Wesermünde nach Wilhelmshaven ausgelaufen, dabei Rudermaschine klemmt. Weiterfahrt mit Handruder. Auf der Reede von Wilhelmshaven Notruder probiert. Um 16:30 Uhr in Wilhelmshaven am Maas-Ufer festgemacht.
Okt. 31.: Artillerie- und Nebelausrüstungsübernahme und Rudermaschine zu Reparatur aufgegeben.
Nov. 01.: Übernahme der Sperrausrüstung. Füllung der Nebelkannen, Arbeiten am Ruder, MG-Pivot und Munitionsraum.
Nov. 26.: Davor! Kennung in SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK geändert - 2. Sondergruppe. Am 21.11. Fischdampfer WILHELM HUTH (PC 263) als SCHIFF 47 in Dienst gestellt.
Dez. 23.: 18. Vorpostenflottille in Wilhelmshaven zugeteilt. Handelskrieg in der Nordsee. (Bew.: 1 SK - 8,8 cm/ 1 SK - 3,7 cm/ 1 MG C30/ KDB- und S-Gerät / Wabos).
1940,Jan. 03.: Einbau Bug-Torpedoröhre mit Tarnklappen.
Jan. 22.: Führer Sonderverband West, Kabelzerstörer.
März 01./22.: Werftliegezeit in Flensburg.
März 23: Werftliegezeit beendet. Um 7:30 Uhr Seeklar und um 8:15 Uhr Boot in Mürwik festgemacht.
März 24./28.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK liegt in Mürwik. Während der liegezeit Restarbeiten am Kesselanlage durchgeführt u.a. Zinkschutzplatten eingebaut, Feuerungsanlagen gereinigt, klargemacht und belegt. Stromversorgung von Dampfer WADAI.
März 29.: Um 13:00 Uhr nach Kiel ausgelaufen. Um 19:10 Uhr in Kieler Bucht am SCHIFF 47/WILHELM HUTH festgemacht.
März 30.: Um 6:35 Uhr an Sperrdepot Kiel nach Ausrüstung Übernahme nach Wilhelmshaven ausgelaufen. Um 15:45 Uhr in Brunsbüttel festgemacht und um 19:54 Uhr bei Feuerschiff ELBE III geankert.
März 31.: Um 5:33 Uhr Anker gehievt und nach Wilhelmshaven gedampft. Um 12:06 Uhr in Wilhelmshaven festgemacht (6 stündige Bereitschaft).
April 02./04.: Liegezeit in Wilhelmshaven. Am 2.04. 23 to. Kohlen übernommen und in Scheerhafen verholt.
April 05.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK um 18:00 Uhr aus Wilhelmahaven ausgelaufen.
April 13.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK und SCHIFF 47/WILHELM HUTH Nordsee-Tiefseekabel Martrand-England gefunden und durchgeschnitten.
April 16.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK um 21:05 Uhr in Aarhus festgemacht (4 stündige Breitschaft).
April 17.: Vom Kohlenschiff GRUNDSEE 65 to. Kohlen, 360 kg. Maschinenöl und 62 to. Wasser übernommen.
April 18.: Seekriegsleitung (Skl) befiehlt Einsatz von 2 Schiffen zum Transport von Geschützen nach Trondheim und Bergen, West schlägt SCHIFF 37/SCHLESWIG und SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK vor.
April 19.: Um 6:30 Uhr von Aarhus nach Kiel ausgelaufen. Um 23:35 Uhr bei Feuerschiff KIEL geankert. Seekriegsleitung (Skl) einverstanden, Gruppe Ost gibt beide Schiffe an Gruppe West ab.
April 20.: Um 03:00 Uhr Fliegeralarm. Um 04:45 Uhr Anker auf und nach Holtenau gedampft. Über KW-Kanal nach Brunsbüttel dort um 12:31 Uhr festgemacht. In Wilhelmshaven festgemacht. Beladung mit demontierten leichten Feldhaubitzen.
April 23.: SCHIFF 37/SCHLESWIG und SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK nach Norwegen ausgelaufen.
April 25.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK getarnt als niederl. Fischdampfer POLARIS mit Haubitzen und Munition nach Trondheim ausgelaufen.
April 26.: SCHIFF 26/JULIUS PICKENPACK und SCHIFF 37/SCHLESWIG erhalten wegen der Feindlage vor Trondheim den Befehl, das Einlaufen um 24 std. zu Verschieben. westl. Alesund SCHIFF 26 von brit. Zerstörer GRIFFIN gekapert und nach Scapa Flow eingebracht (Pos.62.37 N / 4.00 O).
April 27.: Bericht über teilweise entschlüsselten britischen Funkspruch des Befehlshabers Home Fleet an unbekannte Einheit, daß 2 deutsche Trawler mit holländischer Flagge getarnt fahren.
April 28.: Auf Grund der Mitteilung der OKW, daß durch die Beute Geschütze Trondheim mit ausreichender Heeresartillerie versehen ist, wurden beide Schiffe (SCHIFF 26 und SCHIFF 37) abgedreht und erhalten den Befehl, einzeln bei günstiger Wetterlage nach Bergen einzulaufen. Von den beiden Schiffen liegen keinerlei Nachrichten vor.
Mai 00.: An Royal Navy umbenannt in SPINDRIFT.
Mai 15.: U-Jagd-Trawler CAPE NYEMETSKI geleitet SPINDRIFT von Scapa Flow nach Liverpool.
Mai 20.: Beide Trawler in Liverpool eingelaufen.
Juni 00.: U-Jäger- Schulboot SPINDRIFT (FY 1654).
1942,Jan. 00.: Minenleger.
1943,Juli 05.: In Simonstown an Südafrikanische Marine übergeben.
1951: Umbenannt in SKILPAD (M 447).
1953,Juli 22.: Gesunken Salisbury Island in Durban, im Sturm.
Nov. 19.: Gehoben durch südafrikanische Netzleger SOMERSET und FLEUR. Nicht Repariert.
1957: Gestrichen.
Mai.18.: Verkauft an Abbruchbetrieb in Durban.

Daten im Gröner : Julius Pickenpack (6.6.31) 18.7.31 S/fi Julius Pickenpack (Fock & Pickenpack); 27.10.39 i.D. Schiff 26; 4.Sonder-Gr.; 22.11.39 - 3.1.40 Einbau Bug-TR mit Tarnklappen; 20.1.40 F.d.Sonderverband West; 26.4.40 Norwegen 62°27 n / 04°00 o/ Prise brit. Kreuzer Birmingham; 6.40 Ujäger HMS Spindrift=FY 1654; 1942 Minenleger; 1946 südafrikan.; 1951 Skilpad; 18.5.58 zum br nach Durban.
   
Quellen :
1:Erich Gröner- Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945 Bände 1 bis 8
4:Nachlass Gerhard Koop - "Weserübung"
8:Amtliche Liste der Deutschen Seeschiffe mit Unterscheidungssignalen als Anhang zum Internationalen Signalbuch 1938, 1939 und Anhang
9:Akten des Kriegsschädenamtes für die Seeschiffahrt (Hamburg und Bremen)
10:Erfassungslisten der KMD Hamburg
14:Archiv Theodor Dorgeist
48:Deutscher Fischerei- Almanach 1939
52:Geheime Nordsee Tagesbefehle
57:OKM - Verlustlisten
60:Loggerliste der KMD-Hamburg Zwst. Kiel
   
Eingefügt am : 29.05.2013
Eingefügt von : Christoph Fatz
Letzte Änderung : 03.03.2017
Geändert von : Christoph Fatz
Änderung : -29.05.2013 Christoph Fatz- Datensatz eingestellt
-13.11.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 26.10.1931
-14.11.2013 Christoph Fatz, ergänzt: 26.11.1939; eingefügt: 6.09.1939
-03.03.2017 Christoph Fatz, eingefügt: 18.-19.03.40 / 23.04.40 / 27.04.40

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